4. Darstellung der Ergebnisse:
Ursachen von Einsamkeit bei Heimbewohnern
4.1.4. Kinderlosigkeit bzw. schlechtes Verhältnis zu den Kindern
Scheinbar gibt es größere Einsamkeitsgefühle, wenn die Beziehung zu den Kindern schlecht ist oder wenn diese selten zu Besuch kommen oder wenn es gar keine Kinder gibt. Häufig wohnen die Kinder außerhalb oder im Ausland, so dass Besuche aufgrund der hohen Distanz nur selten erfolgen können und der Kontakt oftmals nur telefonisch besteht. Auch ist dies bei nicht wenigen Bewohnern ein Grund dafür, im Heim zu sein, da der Bewohner nicht bereit war, den Wohnort zu wechseln, so dass die Kinder aufgrund dessen die Pflege nicht übernehmen konnten. Allerdings ist es überwiegend so, dass die Kinder zwar in der Nähe wohnen, aber die Pflege des Vaters oder der Mutter nicht übernehmen wollen oder nicht übernehmen können, wobei die Gründe dafür immer nur angedeutet werden und die Bewohner sich diesem Thema auch nur sehr verhalten nähern. Alte Menschen mit Kind(ern) haben eher die Chance zu Hause versorgt zu werden als Kinderlose. Dennoch hängt die Möglichkeit der Versorgung alter Menschen durch ihre Kinder nicht nur von der räumlichen Distanz ab, sondern auch von der Qualität der familialen Beziehungen. Ist die Beziehung zu den Kindern in irgendeiner Weise gestört, kann dies die Chance der elterlichen Versorgung durch die Kinder beeinträchtigen und der Heimeinzug als Konsequenz wird dann umso mehr als bitteres Erlebnis wahrgenommen. Ist kein (Ehe)-partner vorhanden und existiert auch sonst kein soziales Netzwerk, worauf zurückgegriffen werden kann, dann fühlen sich ältere Menschen vermutlich umso verlassener und ausgeschlossener, wenn nicht einmal die Kinder eine normative Verpflichtung empfinden, dem Elternteil wenigstens im Heim einen Besuch abzustatten. Doch es werden nicht immer die eigenen Kinder für die Situation verantwortlich gemacht, sondern die Schuld wird z.B. auch auf die Schwiegerkinder abgewälzt - diese gelten als Urheber einer miserablen Kontaktsituation zwischen dem Elternteil und den Kindern.
"Kriegen Sie ähm, irgendwelche Besuche? Vielleicht von Ihren Kindern?"
"Ja na ja die eine Enkeltochter die ( ) mit'm Studium fertig is die kommt jeden Mittwoch oder Donnerstag. (.)"
"Aha. Und Ihre Kinder, komm die Sie auch besuchen?"
"Na ja, mein Sohn der hat hier, eben der Vater von dieser Enkeltochter wo mein großer Sohn is, der kommt Wochenende aber nur immer wenn die Schwiegertochter - die bring mir dann hier Selters, und Bier. (.) Und was wees ich. Und Sachen kaufen so zum anziehen. Bloß der is, meistens unterwegs, in Wien, Saarbrücken, Stuttgart, Frankfurt isser diese Woche. (.) Und da isser immer. Und dann hab ich noch nen Sohn der in Neuhagen, der rief gestern an, Taxi, der macht Taxi uff. (.) Aber, die komm selten. Da bin ich irgendwie böse mit dem, weil die nüscht getan haben aber, die Schwiegertochter das is, nen Aas uff Deutsch gesagt die, die is mir böse weil ich nich nach Neuhagen ne Zeit gegangen bin. Und dann hab ich noch nen Sohn in Bayern (.)."
"Nen gutes Verhältnis ham Se sozusagen nur zu zwei Kindern ja?"
"Na ja ich meine, die warn ( ) ((stotternd)) früher ham se mich immer zu Feiertage geholt, aber dies Jahr nich mehr. Beim großen hier, wir fahrn dann weg. Wenn ich sage ich möchte mal raus wie, Pfingsten warn wa, Mittagessen in äh, bei, Bernau, wie ist das. Na ja. Zwischen Bernau und Wandlitz, in so ner Waldschänke oder wie das - Dann warn wa, sind wa nach Fürstenwalde bei (seinem Kumpel). Oder, na ja die Woche wenn's Wetter, dis Wetter war ja immer nich so. Grillen uff der Terrasse. Bloß der hat nu so a Haus von seinem, von seiner Firma wissen Se. Das Riesenwohnzimmer ich glaube das sind 45 qm. Und, sehen Se und um drinne zu sitzen, da brauch ich och nich also weg dann will ich draußen im Garten sein und so. Aber dis war dies Jahr noch nich so." (8. Interview)
Möglicherweise spielt aber auch das Geschlecht der Kinder eine Rolle, und zwar dahingehend, dass Töchter aus der traditionellen Rollenverteilung heraus eher bereit sind, den Elternteil, der im Heim ist, Bedürfnisse nach Unterstützung in alltäglichen Angelegenheiten, aber auch nach emotionaler Zuwendung und sozialen Kontakten zu erfüllen. So müssen ältere Menschen mit einem oder mehreren Söhnen (wie im eben genannten Zitat) vielleicht eher auf die Hilfe und emotionale Zuwendung der Kinder verzichten, da diese aus ihrem Rollenverständnis heraus keine Notwendigkeit darin sehen, aus Solidarität den Kontakt zu dem Elternteil zu pflegen. Aber nicht nur das Geschlecht der Kinder sondern auch das des pflegebedürftigen Elternteils spielt vermutlich eine Rolle, inwieweit die Kinder bestrebt sind, ein gutes Verhältnis aufzubauen und das zurückzugeben, was sie selbst erhalten haben. Einer Mutter steht so vielleicht mehr Unterstützung zu, da diese früher hauptsächlich die Kinder versorgt hat und einem Vater gegenüber besteht eine geringere Verpflichtung, diesen zu unterstützen. So gestaltet sich die Situation möglicherweise besonders ungünstig für einen Heimbewohner, wenn mehrere Faktoren zusammen kommen: beispielsweise wenn von drei Söhnen zwei in der Nähe wohnen, und davon keiner bereit ist, die Pflege des Vaters zu übernehmen, welcher selber geschieden ist und außerhalb des Heims weder Kontakte zu Kollegen noch zu anderen Freunden unterhält. Der Wunsch vieler älterer Heimbewohner besteht wohl auch darin, dass die Kinder die Initiative ergreifen und von selber auf die Idee kommen, einen Besuch abzustatten oder auch mal den Elternteil aus dem Heim herauszuholen, denn selber den Wunsch zu äußern, bedeutet vielleicht für viele, nach sozialem Kontakt betteln zu müssen. Die Gründe für wenig Kontakt zu den Kindern, die vorgeschoben werden, sind recht vielfältiger Natur: so ist es einmal das schlechte Wetter bzw. die falsche Jahreszeit, wodurch Spaziergänge, Grillabende oder Ausflüge unmöglich gemacht werden, oder es wird vorgeschoben, dass es einem gar nicht so sehr um ein Zusammentreffen mit den Kindern geht sondern einfach nur darum, mal "raus zukommen", etwas zu unternehmen, und dazu muss schönes Wetter nun mal eine Voraussetzung sein. Auch wird häufig angegeben, dass die Kinder einfach zu wenig Zeit, zuviel zu tun hätten, beispielsweise dient die Arbeit der Kinder als Vorwand, um die Situation zu erklären oder die Wohnsituation der Kinder wird als unbequem bzw. als unvereinbar mit den eigenen Bedürfnissen empfunden (z.B. schwer zugängliche sanitäre Einrichtungen, anderer Tagesrhythmus der Kinder u. ä.). Sicherlich gäbe es immer Mittel und Wege, Lösungen zu finden, um den Aufenthalt des Vaters in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und das Wissen darum, dass seitens der Kinder diesbezüglich keine Anstrengungen unternommen werden, verstärkt sicherlich das Gefühl, unwichtig und verlassen zu sein, noch dazu, wenn sich auch an Feiertagen nichts an der Situation ändert.
"Letztes Jahr Weihnachten? ((sehr leise)) War ich hier. (.) Weihnachtsfeier die war vorneweg. De Feiertage da sitzt man ja da. Oder viele gehen- Wissen Se ich wollte nich zu, zu Kindern weil- Außerdem warn die gar nich da ich wees gar nich wie das- die warn glob ich- nee wir warn dann mein Sohn wo der 50 gewordn, da war ich dort wieder. Ich hab so Schwierigkeiten uff Toilette zu gehen bei den. Und, weil die ( ) machen und, das geht gar nich. Übernachten könnt ich will ich aber gar nich. Und junge Leute wissen Se die sind anders. Och sonntags nu, arbeiten se och. Da fährt der sonntags in der Nacht um zwölfe geht der abends um sechse ins Bett. (.) Und da frühstücken die sonnabends Sonntag, um elf halb zwölf. Und wenn se, entweder essen se Mittach da essen se um dreie Mittach. Oder gar nich. Und das is nüscht für mich." (8. Interview)
Dass das Verhältnis zu den Kindern schlecht ist und dass der Bewohner erheblich darunter leidet, kam jedoch in den Interviews nicht immer so deutlich ans Licht. Vielmehr ergaben z. T. widersprüchliche Aussagen einen Hinweis darauf, dass es sich um einen versteckten Vorwurf den Kindern gegenüber handelt, dass man überhaupt in einem Heim gelandet ist. Kritik an den Kindern bzw. am Verhalten der Kinder wird eigentlich nie offen geäußert, obwohl mitunter die Enttäuschung darüber sehr groß ist, dass die Kinder nie über eine Alternative zum Heim oder über die Möglichkeit, die Pflege des Elternteils selbst zu übernehmen, nachgedacht haben. Insbesondere dann, wenn der gesundheitliche Zustand noch weitestgehend stabil ist bzw. so empfunden wird, entsteht das Gefühl, im Heim - unter all den leidenden und kranken Menschen, die nicht mehr laufen und selbständig essen können - deplatziert zu sein, die ganze Situation wird in Frage gestellt, da man sich subjektiv als gesund betrachtet. Mit der Bekundung, dass man ja eigentlich gesund ist, wird der Sinn des Heimeinzugs bezweifelt und im Grunde steht man der Situation ablehnend gegenüber. Gleichzeitig besteht aber auch der Vorwurf darin, auch jetzt im Heim niemanden zu brauchen, gerade weil man gesund und selbständig ist und eben deshalb auch selbständig wohnen könnte oder bei den Kindern, aber diese wollen (oder können) ja nicht.
"Na ja, meine Tochter, die will öfters kommen, ich sach: "Was willst denn hier?" Des is en janz Ende nach Hönow, wo sie da wohnen tut. "Brauchst Du was.?, ich sache: "Ich brauche gar nischt!" ich sage, "aber höchstens en bisschen Obst." Hier gibt's ja auch sehr kleinen Sparläden, aber die sind teuer wie sonst was und denn., jetzt im Sommer kann man ja hinlaufen, hab' ich mein mein Roller mein Wagen un hier is noch eine, die is auch jetzt da reinjekommen, da fahrn wir beide einkaufen. Ich sach: "Ich hab Äpfel kann i mir alleine holn, wenn se mal, wenn de unbedingt kommen willst, kannste kommen, aber Du musst nich. Mir geht es gut, ich bin gesund, ich kann alle Tage raus gehen." (10. Interview)
So werden auch häufige Besuche der Tochter abgelehnt, da diese möglicherweise ein Eingeständnis an die eigene Unselbständigkeit und an die Notwendigkeit von Unterstützung bedeuten würden. Gerade Selbständigkeit geht am wenigsten konform mit der Rolle des Heimbewohners und eine kontinuierliche und nachdrückliche Bekundung dessen muss in den Augen eines Heimbewohners der Beweis dafür sein, dass man im Heim nichts zu suchen hat. Um dann der Tochter dennoch einen Anlass für einen Besuch zu geben, werden auch hier wieder fadenscheinige Gründe vorgeschoben: das Obst, das man braucht aber eigentlich selber kaufen kann, ist in den Einkaufsläden in der Umgebung zu teuer. Die Tochter soll also nicht wegen der Mutter kommen, denn diese war immer selbständig, brauchte niemanden, konnte sich immer alleine versorgen und braucht auch jetzt niemanden, sondern höchstens, um ihr einen Gefallen zu tun, der aber auf der anderen Seite auch nicht so wichtig ist.
Die Zwangslage ergibt sich aus der Erfahrung, eben doch auf die Besuche des Kindes, die nicht aus einem Gefallen sondern aus echter emotionaler Zuwendung heraus erfolgen, angewiesen zu sein, da dies der einzige Kontakt zur "Außenwelt" darstellt und auch für das eigene Wohlbefinden von enormer Bedeutung ist. Das Eingeständnis der Einsamkeit erfolgt gleichzeitig mit dem Eingeständnis eines (infolge des Heimeinzugs) gestörten Verhältnisses zur Tochter.
"Fühlen Sie sich manchmal einsam und traurig?"
"Na ja, das is, wenn mal meine Tochter sich vielleicht vierzehn Tage nich kommt oder die möchte ja immer kommen, sach ich: "Was willst de denn, Deine paar Äppel, die Du bringst!", sach ich. Da fährst Du mehr, da komm' ich mir drei mal so viel Äppel kaufen, wo sie dreimal Spritt verfährt wa un das im Winter, is was andres am Sommer, ich könn', geh' lau- laufen mit mein Wagen, mit mein Roller, aber langsam und hol' mir das." (10. Interview)
Zum Teil reagieren die Bewohner aber auch weniger vorwurfsvoll, sondern sind "nur" enttäuscht und traurig darüber, dass der Kontakt zu den Kindern nicht so ist, wie man sich das vorgestellt hat, ohne jedoch Schuldzuweisungen zu tätigen. Dass der Kontakt nicht so gut ist, dass das Kind sich nicht kümmert, wird mitunter sehr stark bedauert. Zur Trauer um ein gestörtes Verhältnis zum Kind kann dann noch die Trauer um den verstorbenen Ehepartner hinzukommen, so dass sich aus einer Unzufriedenheit eine generelle Mutlosigkeit entwickelt, was sicherlich früher oder später zu einer Depression führen kann. Diese Situation wird darüber hinaus vermutlich verstärkt schmerzlich wahrgenommen, wenn die Zuwendung der Kinder nur an Feiertagen (insbesondere an Weihnachten) erfolgt, also wieder nur eine Form der normativen Verpflichtung darstellt und nicht aus einem Bedürfnis heraus resultiert, den Vater oder die Mutter zu sich zu holen, um gemeinsam ein paar schöne Tage zu verleben. Der Wunsch, gerade Weihnachten das Heim zu verlassen und nicht gerade zum "Fest der Familie" im Heim bleiben zu müssen, ist sicherlich bei den meisten Heimbewohnern sehr groß. Doch bevor man sich selbst bei den Kindern einlädt, wird es dann doch vorgezogen, im Heim zu bleiben.
"Ich bin seit `45 in Berlin, infolge des Krieges. Ich bin zum Militär eingezogen worden und als der Krieg aus war, war ich heimatlos. Ich hatte im letzten Kriegsjahr eine Frau kennen gelernt und da bin ich dann hingezogen, habe sie dann geheiratet und sie ist vor 3 Jahren gestorben. Sie hatte ein Kind, sie war Kriegswitwe schon gewesen, sie hatte also ein Kind mitgebracht. Wir haben uns lieben gelernt, d.h. lieben muss man ja nicht lernen . Ich habe sie dann geheiratet, schon 45 und so bin ich dann in Berlin geblieben. Es war eine sehr lange und glückliche Ehe, sie ist vor 3 Jahren gestorben, deshalb bin ich nun im Heim."
"Haben Sie, bevor Sie ins Heim gezogen sind, alleine gelebt?"
"Vier Jahre."
"Also nicht bei den Kindern ?"
"Nein. Sie hatte ja eine Tochter mitgebracht, aber die Verbindung ist gestört. Aber das legt sich erfahrungsgemäß bis Weihnachten. Das tut mir ein bisschen Leid, ein bisschen stark leid. Ach, die Einzelheiten . Ich habe ja noch einen Sohn. Aber ich weiß nicht, ich will mich ja auch nicht aufdrängen bei denen, bei den Kindern." (2. Interview)
Ehepartner und Kinder spielen bei der Frage Heimversorgung oder nicht die entscheidende Rolle. Können oder wollen die Kinder die Pflege des Elternteils nicht übernehmen und ist der Ehepartner schon verstorben, wird ein Heimeinzug oft zur unabwendbaren Folge. Die sich daraus ergebene Zwangssituation kann das Verhältnis zwischen Kind und Elternteil erheblich stören, da diese sich abgeschoben fühlen. Ein ohnehin gestörtes Verhältnis kann sich noch weiter verschlechtern, wenn auch nach dem Heimeinzug wenig oder keine Bereitschaft seitens der Kinder besteht, den Elternteil zu besuchen, Unterstützung anzubieten, emotionale Zuwendung zu geben oder zeitweise den Elternteil aus dem Heim herauszuholen. Die Situation zu akzeptieren und sich selbst einzugestehen, dass das Verhältnis zu den Kindern nicht gut ist, fällt vielen Bewohner schwer und wird eher verleugnet oder die Entscheidung der Kinder wird im nach hinein verteidigt. Auf der anderen Seite werden den Kindern aber auch versteckt Vorwürfe gemacht, insbesondere dann, wenn der gesundheitliche Zustand aus der Sicht des Bewohners eine Heimbetreuung nicht unbedingt erfordert. Das Unverständnis ist groß und die Zwangslage, nun doch im Heim leben zu müssen, wird umso schwerwiegender empfunden, wenn die Einsicht erfolgt, dass gerade ein schlechtes Verhältnis zu den Kindern das Gefühl, einsam zu sein, auslöst bzw. erheblich verstärkt. Mitunter wird das Desinteresse der Kinder aber auch so stark bedauert, dass der Bewohner völlig entmutigt der Situation gegenüber steht und in seiner Trauer unfähig ist, seiner Unzufriedenheit gegenüber den Kindern Ausdruck zu verleihen. Da also sämtliche Formen der Bewohner, sich mit den Kindern auseinanderzusetzen, scheinbar direkten Einfluss auf die psychische Verfassung und auf das Wohlbefinden der Bewohner haben, gehen wir davon aus, dass das Kontaktverhalten auch vom Verhältnis zu den Kindern abhängig ist, denn hier liegt die Quelle für Zufriedenheit, inneres Gleichgewicht und Akzeptanz der Heimsituation.
Ein weiterer Punkt, der bisher nicht angesprochen wurde, ist Kinderlosigkeit. Dass Kinderlosigkeit (vor allem in Kombination mit Verwitwung) die Einsamkeit verstärkt, können wir nur vermuten. Zumindest lässt sich sagen, dass insbesondere diejenigen von uns interviewten Bewohner, die keine Kinder hatten, jeweils an verschiedenen Stellen der Interviews deutlich machten, dass sie viel allein sind, dass kaum Besuch von außerhalb kommt und dass die Situation als unbefriedigend empfunden wird. Daraus schließen wir, dass Kinderlosigkeit durchaus eine Rolle spielt in Bezug auf den Grad der Einsamkeit.

